
Die kürzeste Schienenverbindung zwischen Skandinavien und der neuen Mitte Europas
Prognosen der Europäischen Union belegen ein Ansteigen der Transportnachfrage im Güterverkehr bis 2010 um ca. 45 %. Das Wirtschaftswachstum im Ostseeraum wird bis 2015 um 250 % ansteigen.
Die mitteleuropäische Nord-Süd-Achse ist die kürzeste Verbindung von Skandinavien zur Adria: Ein Verkehrskorridor, der in der Öresundregion beginnt und über Berlin – München oder Berlin – Prag – Wien in den Wirtschaftsraum Norditaliens führt.
Das stetige Wachstum des Aufkommens im Güter- und Personenverkehr zwischen den Häfen der Ostseeregion und dem Mittelmeer stellt neue Anforderungen an die Verkehrsinfrastruktur. Eine zukunftsweisende Lösung bietet hier eine leistungsfähige Schieneninfrastruktur.
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Dabei kommt dem Rostocker Überseehafen als Drehscheibe des Fähr- und RoRo-Verkehrs in der westlichen Ostsee eine besondere Bedeutung zu. Von 1995 bis heute stieg dessen Abfertigungsvolumen, auch dank der direkten Schienen- anbindung, jährlich um knapp 11%. Im Jahr 2003 wurden 21,6 Mio. t brutto ungeschlagen und 2,3 Mio. Passagiere auf den sechs Liegeplätzen des Warnow-Fährterminals abgefertigt. |
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Der Verkehrsraum Mittelmeer hat wie die Ostsee eine hohe Bedeutung für den internationalen Warenaustausch. In Südschweden erreicht der Verkehrsträger Bahn einen Anteil von 40 % im Güterverkehr. Nach Triest kommen 50 % aller Verkehre aus Zentraleuropa und Norditalien per Bahn. Das macht Triest zu einem der bedeutensten Häfen mit Bahnanschluss in Südeuropa. Triest weist mit einem Umschlag von 47,2 Mio. t brutto in 2002 das proportional größte Wachstum im Umschlag der europäischen Häfen in den letzten drei Jahren auf.
Von Skandinavien kommend, führt die traditionelle Lloyd-Linie als Schienenverbindung über Rostock nach Berlin. Eine hervorragende Bedeutung in der Transit- wie auch Verteilfunktion liegt im Bundesland Brandenburg, das mit den Güterverkehrszentren Wustermark und Grossbeeren dafür gute Voraussetzungen geschaffen hat. Auch ermöglicht der leistungsstarke Eisenbahnknoten Seddin (bei Potsdam) die Verknüpfung der Ost-West- mit den Nord-Süd-Verkehren. Von hier geht es auf gut ausgebauten Schienenstrecken weiter in Richtung Süd- bzw. Südosteuropa via Leipzig / München oder Dresden / Prag.
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Für den Zugang ins Schienennetz und den Aufbau von Logistikzentren bieten Rostock und die genannte Brandenburger Region international agierenden Eisenbahnverkehrsunternehmen gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Die Schiene kann hier mit dem Straßen-, Flug- und Schiffsverkehr verknüpft werden. |
Das neue Europa in seiner Mitte wird ein Nord-Süd-Verbund von
grenzübergreifenden Wirtschafts- und Kooperationsregionen!